Naturgeheimnisse

Seifenherstellung

Grundlagen für zwei gemeinsame Tage

29. + 30. September 2026 · 16.15 Uhr oder 1. Oktober 16.15 Uhr · 2. Oktober 13.15 Uhr

Pflegedienst Schöner Leben · Brunnenstraße 21 · Bad Breisig

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Warum wir Seife selber machen

Seife aus dem Regal wäscht. Selbst gemachte Seife erzählt, woraus sie entstanden ist.

  • Öle, die die Haut kennen
  • Kräuter und Düfte, die wir wählen
  • Ein Stück, das mit nach Hause kommt
  • Keine Vorkenntnisse – nur Lust und Achtsamkeit

Eine Seife ist Pflege und Grenze zugleich: sie nimmt, was nicht bleiben soll – und lässt die Haut als sie selbst.

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Unsere zwei Tage

Tag 1 — Herstellen

Öle wärmen · Lauge verstehen · rühren · in die Form

Tag 2 — Weiterverarbeiten

lösen · schneiden · schmücken · einwickeln · mitnehmen

Dazwischen ruht die Seife. Was heute gebunden wird, darf über Nacht fest werden.

Zwei Tage gehören zusammen. Bitte beide Termine eines Paars einplanen.

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Was Seife wirklich ist

Seife ist keine Mischung. Seife ist eine Verwandlung.

Fett + Lauge → Seife + Glycerin

Das nennt man Verseifung.

Aus Öl wird etwas, das Wasser und Fett verbinden kann – deshalb wäscht Seife.

Industrielle „Seife“ ist oft ein Waschtensid ohne diese Geschichte. Wir machen die alte, einfache Form: Naturseife.

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Die drei Grundzutaten

  1. 1Öle und Fette — der Körper der Seife
  2. 2Lauge — Natriumhydroxid in Wasser (für feste Seife)
  3. 3Zeit — Rühren, Ruhen, Reifen

Dazu dürfen kommen: Kräuter · Blüten · Tone · Honig · Milch · ätherische Öle · Farbe aus der Natur

Glycerin entsteht von selbst und bleibt in der handgemachten Seife.

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Was welches Öl der Seife gibt

  • Olivenöl — mild, pflegend, geduldig
  • Kokosöl — Schaum und Reinigung, gibt Halt
  • Shea oder Kakaobutter — Weichheit und Schutz
  • Rizinusöl — cremiger Schaum
  • Sonnenblume / Raps — leichte Pflege, gut verfügbar

Die Kunst sitzt nicht in der Menge der Zutaten. Sie sitzt im Verhältnis.

Wir mischen zwei oder drei Öle. Die Grammzahlen gehören an die Waage.

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Der Seifenrechner

Jedes Öl braucht eine eigene Menge Lauge. Kokosöl mehr, Olivenöl weniger. Wer mischt, muss rechnen – sonst bleibt ätzende Lauge, oder die Masse wird nicht zur Seife.

Ölmenge × Verseifungszahl − Überfettung = NaOH

  • Jedes Fett einzeln mit seiner Verseifungszahl
  • Alles zusammenzählen
  • Überfettung abziehen – meist 6–8 % für Körperseife
  • Wasser extra ausrechnen – nicht dieselbe Zahl wie die Lauge

Überfettung: ein Rest Fett bleibt unverseift. Die Seife wird milder. Ohne sie wäre sie Kernseife. Heute ist das Rezept schon gerechnet. Der Rechner ist das Werkzeug für zu Hause.

Zum Seifenrechner →
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Kräuter, Blüten, Düfte

Im Sud oder als Zugabe

Lavendel · Rosmarin · Calendula · Minze · Hafer · Tonerde

Ätherische Öle

wenig genügt · Haut entscheidet · weniger ist klarer

Duft ist kein Zwang. Eine stille Seife ist genauso fertig wie eine duftende.

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Sicherheit – respektvoll mit der Lauge

Immer erst die Lauge ins Wasser. Nie andersherum.

Das ist der wichtigste Satz des ganzen Tages. Sobald die Lauge im Wasser ist, wird das Glas heiß. Das gehört dazu. Hitzebeständiges Gefäß. Nicht mit bloßen Händen umfassen. Stehen lassen, bis die Hitze nachlässt.

  • Schutzbrille · Handschuhe · lange Ärmel
  • Nicht einatmen, nicht spritzen, nicht kosten
  • Essig bereit halten für Spritzer auf der Haut
  • Kinder und Tiere nicht in die Laugenzone
  • Edelstahl oder Kunststoff – kein Aluminium

Wer unsicher ist, sagt Bescheid. Zuschauen ist eine vollwertige Art, dabei zu sein.

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Der Weg vom Topf zum Stück

  1. 1Schutz anlegen, Platz klären
  2. 2Öle abwiegen und sanft wärmen
  3. 3Lauge ins Wasser – das Glas wird heiß; nach draußen oder ans Fenster
  4. 4Warten, bis beide in die gleiche Wärme kommen
  5. 5Zusammenführen und rühren bis zur Spur
  6. 6Kräuter und Duft – erst jetzt
  7. 7In die Form · zudecken · stehen lassen

Die Spur (Trace) ist der Moment, in dem der Löffel eine kurze Zeichnung hinterlässt.

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Was der zweite Tag mitbringt

  • Aus der Form lösen
  • Schneiden – Faden, Draht oder Messer
  • Oberfläche: glatt, rustikal oder mit Kräutern bestreut
  • Wickeln, beschriften, der Seife einen Namen geben
  • Mit nach Hause nehmen

Sie sieht fertig aus. Sie ist es noch nicht ganz.

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Reifen lassen

  • 4 bis 6 Wochen an der Luft, trocken, nicht in der prallen Sonne
  • Dabei verdunstet Wasser, die Seife wird milder und härter
  • Ein Stück Papier oder eine offene Schachtel reicht
  • Erst danach täglich benutzen

Wer wartet, bekommt eine andere Seife als die, die man ungeduldig aufschäumen lässt.

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Was du mitnimmst

  • Das Gefühl für Öle und Zeit
  • Ein Rezept, das du zu Hause wiederholen kannst
  • Die Erinnerung: Haut hat eine Grenze, und die darf gepflegt sein
  • Ein Gegenstand, der nach diesen zwei Tagen duftet

Fragen dürfen jederzeit kommen. Auch die stillen.

Willkommen in der Küche.

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